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Biographische Auskunft

Paul-Christoph Trüper (M.A.) · geb. 1983 · angehender Kulturwissenschaftler

Im August 1983 wurde ich einige entscheidende Tage zu früh geboren und lebe seitdem mit den Auswirkungen einer schweren Mobilitätsbehinderung und in ständiger Begleitung verschiedener Rollstühle. Nach meiner Grundschulzeit an der Fritz-Felsenstein-Schule für Körperbehinderte nahm mein Bildungsgang am Rudolf-Diesel-Gymnasium Augsburg Fahrt auf. Dort erreichte ich 2004 sehr erfolgreich ein neusprachliches  Abitur.

Nach dem Schulabschluss folgte ich meinen Interessen – vor allem dem für vielfältiges Denken – und schlug einen kulturwissenschaftlich geprägten Reflexions- und Arbeitsweg ein. Ich nahm mein Bachelorstudium im fächerübergreifenden Studiengang  „European Studies“ („Europawissenschaften“) auf und studierte eingangs an der Universität Augsburg (Erstsemester) und – für den bedeutendsten Teil des Studiums bis zum Abschluss – an der Universität Passau.

Diese äußerst anregende und ertragreiche Lernphase fand schließlich im Herbst 2008 mit einem profunden Bachelor of Arts ihren gelungenen Abschluss. Bis Ende 2010 war ich daraufhin als Projektmitarbeiter bei einem staatsnahen Kompetenzzentrum für Energieeffizienz in der internationalen Vermittlung von Kooperationsprojekten und Konzepten engagiert.Nach dieser ersten konkreten Berufserfahrung in einem politischen Handlungsfeld entschloss ich mich, meine kulturwissenschaftliche Grundkompetenz theorethisch zu vertiefen und meine Nachfragen auf einer neu und umfassender durchdachten Basis weiterzuführen.

Im Masterstudium der Philosophie nutzte ich die Gelegenheit, eigene und erzählte Erfahrungen sorgfältig und von vielen Seiten her zu reflektieren. Nun kann ich mein Engagement in verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen, in denen ich mich auch weiterhin durch konkrete, produktive Projektarbeit einbringen möchte, auf ein erweitertes Spektrum an Einsichten, Kompetenzen und Methoden stützen, für das ein anhand der einmaligen Mittel und Möglichkeiten der Philosophie geschulter analytischer Blick auf große Zusammenhänge charakteristisch ist.

Den Quereinstieg in diesen – aus großer Begeisterung und mit ehrgeizigen Reflexionsanliegen gewählten – zweiten Studienabschnitt ermöglichte mir 2011 die Universität Regensburg. 2013 wechselte ich an das renomierte Philosophische Seminar der Universität Münster, um vor allem meinen Interessen in der Praktischen Philosophie gezielter nachgehen zu können. Dort hatte ich das Glück, die Philosophie anhand der ganzen Breite ihrer – teils sehr kontroversen – Positionen erleben zu dürfen und die Chancen zu erfahren, die in philosophischer Diskussion und Meinungsbildung liegen.

Das offene, vielseitige Diskussionsklima und der aufgeschlossene Umgang mit der intellektuellen Neugier des Nachwuchses am Münsteraner Seminar haben mich nachhaltig beeindruckt. Sie sollen auch meine eigene Arbeitshaltung fortan prägen. Im September 2014 brachte ich mein Masterstudium in Münster mit außergewöhnlichem Erfolg zum Abschluss.

Danach war ich zuerst zwei Jahre lang für die Belange behinderter Student/innen aktiv: Als Koordinator Studium und Behinderung der Universität Kassel unterstützte ich im Rahmen der dortigen Inklusionsarbeit akademischen Nachwuchs, dessen Sondersituation mir selbst sehr nahe ist. Nach einem Vierteljahr gänzlich eigenverantworteter Projektarbeit und Reflexionen führe ich ab April 2017 das Engagement in diesem Themengebiet fort und werde an der Erarbeitung für Konzepte inklusiver Hochschulbildung an der Goetheuniversität Frankfurt mitwirken.

Auch während meiner bisherigen (eher administrativen) Arbeit für barrierearme Studienstrukturen an Hochschulen habe ich einzelne philosophische Themen und Anliegen weiterverfolgt. Ich bin weiterhin auf der Suche nach fachlich-thematischen Gesprächs- und Arbeitsmöglichkeiten, Anliegen und Anlässen und freue mich über intensiven inhaltlichen Austausch.

Thematische Schwerpunkte meiner Arbeit waren bisher: 

Auch privat faszinieren mich kreative Ideen in den verschiedensten Ausdrucksformen – insbesondere die Literatur und die Bildende Kunst. Zum Ausgleich gehe ich gerne in die Natur, liebe Südeuropas Sonne, rolle spazieren und reise, wenn sich mir die Möglichkeit bietet. Eine offene Atmosphäre im Umgang miteinander und unterschiedliche Möglichkeiten zum Austausch mit anderen geben mir immer wieder Hoffnung auf einen farbenfrohen Alltag.

→ Sofern Sie sich für meine Arbeit, meinen Lebenslauf auf Rädern oder eines der hier präsentierten Projekte näher interessieren:
Sprechen Sie mich gerne an.

Sprachen: Deutsch, Englisch · Grundkenntnisse: Spanisch, Französisch · Latein
Grundkenntnisse in formaler Logik; imperativer, objektorientierter Programmierung

Stand: 4/2017 (in Fortsetzung)

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www.text-traeger.de · Autor: Paul - Christoph Trüper, 2016.
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